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 Yawara-Goshin-Ryu-Karate

Bedeutung und Übersetzung von „YAWARA“ / „GOSHIN“ / Ryu

YAWARA      alle Kampftechniken: weich, sanft – aber auch hart

GOSHIN        Selbstverteidigung

RYU               Schule, Stil

Als erste Nahkampfmethode wurde "Sumo" (sich wehren) entwickelt. Im Laufe der Geschichte wandelte sich die Bedeutung des Sumo: Aus einem zeremoniell-höfischen Sumo (religiöser Ritus und Prophezeiung für die Ernte) wurde ein „Kriegs-Sumo“ (ca. 1200 n. Chr.). Es wurden Techniken entwickelt, die ein Kämpfen mit Rüstung auf dem Schlachtfeld möglich machten (Kumi-Uchi). Hierfür war ein großer Kraftaufwand erforderlich, Arretierungsgriffe bildeten die Grundlage der Techniken.
Im Laufe der Zeit trat ein Wandel dieser Nahkampfmethode durch das Hinzufügen von Tritt-, Schlag- und Wurftechniken ein. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden die ersten Schulen, die ein systematisiertes Nihon-Jujutsu lehrten. Im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts wurden mehr als 170 verschiedene Schulen gegründet, die auch den Gebrauch von Waffen lehrten. Diese Methoden dienten dem Schwertadel als technische Ergänzung und als Zusatzwaffe. Bis zum 18. Jahrhundert war das Jujutsu unter dem Begriff YAWARA oder unter den einzelnen Schul-Namen bekannt. Neben zahlreichen Tritt-, Schlag- und Transporttechniken, Würfen, Hebeln und Würgegriffen beinhaltet das Yawara Fessel-Methoden, medizinische und anatomische Kenntnisse der Atemi-waza („Nerven-Punkt-Techniken“) sowie die Kake-Waza („Finaltechnik“) mittels eines Kampfschreis (Kiai). Wesentlich zur Entwicklung des klassischen Nihon-Jujutsu hat beigetragen, dass in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Japan mehrere Samurai von dem chinesischen Boxexperten Chun Yuan-Yu (auch bekannt als Chen Yuanbin) unterrichtet wurden. Diese verbanden ihre Yawara-Techniken mit den neuen Boxelementen. Die Methoden des Yawara und Jujutsu waren dem Schwertadel vorbehalten. Sie dienten als technische Ergänzung und als Zusatzwaffe: der einmal auf dem Schlachtfeld entwaffnete Samurai wurde dazu befähigt, den Kampf auch unbewaffnet – oder vom Boden aus – weiterzuführen.
Bei der Entwicklung der Kampfkünste gilt es auch immer zu bedenken, dass es in der wechselvollen Geschichte Japans immer wieder Zeiten gab, in denen den Samurai das Tragen der Schwerter verboten wurde und sie sich daher in die Lage versetzten mussten, auch ohne ihre Waffen immer kampf- und verteidigungsbereit zu sein.
Da der „einfachen Bevölkerung“ das Tragen von Waffen verboten war, entwickelten diese aus „Alltagsgegenständen“ (Geräte, die für den Ackerbau oder zum Fischen benutzt wurden) Waffen für die Selbstverteidigung. So entstanden die verschiedenen Kobudo-Waffen. Man kann heute sagen, dass die Kampfkunst des Yawara eine der ältesten Selbstverteidigungsarten mit und ohne Waffen ist.

 

Yawara-Goshi-Ryu-Karate - das „andere“ Karate

Yawara-Goshin-Ryu-Karate ist ein Karate-Selbstvereidigungssystem. Durch eine optimale Reichweitenanpassung kann der Angriff des Gegners mit einem hohen Wirkungskrad  gekontert werden. Yawara-Goshin-Ryu-Karate stärkt Reflexe, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und körperliche Leistungsfähigkeit. Zudem bietet das System eine ausgereifte Gesundheitsgymnastik sowie ein Konditions-, Stretch- und Relaxprogramm an.

Yawara-Goshin-Ryu-Karate ist trotz seiner Vielfalt für jeden leicht erlernbar und bietet eine komplette Selbstverteidigungsausbildung mit und ohne Waffen an.

Im Gegensatz zu anderen Karate-Stilen, werden im Yawara-Goshin-Ryu-Karate die Stellungen erst im Moment des
Angriffs eingenommen. Zudem werden die Stellungen kürzer und nicht so tief ausgeführt – dies bewirkt, dass der Gegenangriff schneller und flexibler erfolgen kann. Gleichzeitig wird die größtmögliche Stabilität gewahrt.

„Die Kunst durch Flexibilität zu siegen“

Am 28. Juli 2005 ist diese alte - fast vergessene Kampfkunst des Yawara - unter dem Namen Yawara-Goshin-Ryu-Karate wieder entdeckt und als traditioneller Karate-Stil offiziell anerkannt worden. Sosai Antonino Marchese ist der alleinige Vertreter dieses Karate-Stils!